Llum BCN 2026: AÜC und Licht als Sprache für eine Stadt im Wandel

10. Februar 2026



Im Rahmen des Festivals Llum BCN 2026 verwandelte sich Barcelona erneut in eine riesige urbane Bühne, auf der Licht Architektur, Menschen und den öffentlichen Raum zum Leben erweckte und so die Rolle der Kultur als Instrument der Stadtentwicklung unterstrich. In seiner 15. Auflage verzeichnete das Festival mit 300.000 Besuchern einen neuen Besucherrekord, setzte damit den Aufwärtstrend fort und bestätigte seine kulturelle und gesellschaftliche Bedeutung.  

Zeitgleich mit Barcelonas Ernennung zur Welthauptstadt der Architektur 2026 war Llum BCN weit mehr als ein künstlerisches Ereignis: Es wurde zu einer zeitgenössischen Interpretation der Stadt durch Licht-, Klang- und visuelle Experimente.  

  

AÜC: Körper, Licht und Erinnerung im öffentlichen Raum

Unter den in diesem Jahr präsentierten unveröffentlichten Werken stach AÜC hervor, eine Installation der bildenden Künstlerin und Performerin Laia Estruch, die in Zusammenarbeit mit BENITO URBAN entwickelt und in Oliva Artés präsentiert wurde.  

AÜC ist ein Werk zwischen Performance, Skulptur und Lichtinstallation. Mithilfe eines fortschrittlichen Aufnahmesystems mit 48 simultan aufzeichnenden Kameras erzeugt das Werk eine beinahe holografische Präsenz: ein schwebender Körper, der im vierdimensionalen Raum gezeichnet wird und durch Gesten, Drehungen und eine intensive Klangdimension aktiviert wird. Das Werk besteht aus:  

  • Licht als räumliche Struktur  
  • Die Stimme als Erweiterung des Körpers  
  • Bewegung als Generator von Erinnerung  

In AÜC ist Technologie kein Selbstzweck, sondern ein Mittel, um die Präsenz des Körpers und seine Beziehung zum Raum zu verstärken und das Werk in einem hybriden Bereich zwischen dem Physischen und dem Immateriellen zu verorten. Weit entfernt von einer figurativen Darstellung untersucht die Installation, wie die Spur einer flüchtigen körperlichen Handlung bewahrt werden kann und wie der Körper durch Zuhören und Präsenz den urbanen Raum aktivieren kann.  

Eine Untersuchung, die mit BENITO URBANs Engagement für zeitgenössisches Schaffen und die kulturelle Aktivierung des öffentlichen Raums übereinstimmt.  

 

Was ist Llum BCN?

Das von der Stadtverwaltung Barcelona geförderte und unter der künstlerischen Leitung von Maria Güell entwickelte Llum BCN ist ein jährlich stattfindendes Lichtkunstfestival, das Künstler, Designer, Architekten und Schulen einlädt, aus einer experimentellen und offenen Perspektive in den urbanen Raum einzugreifen.  

Unter dem Motto „Nächtliche Landschaften“ bot die Ausgabe 2026 eine sensible Auseinandersetzung mit der Stadt, die Kunst, Technologie, Architektur und Bürgerbeteiligung miteinander verband. Das Festival behielt seinen freien und zugänglichen Charakter bei und unterstrich damit seinen demokratischen Anspruch und seine direkte Verbindung zu den Bürgern.   Das Programm umfasste:  

  • 12 professionelle Einrichtungen  
  • 18 akademische Einrichtungen von Designschulen  

  

Sant Martí und die Stadt als sinnliche Umgebung

Das Viertel Sant Martí war erneut das Epizentrum des Festivals. Zwischen dem Glòries-Turm, dem Disseny Hub und der neuen Architektur von Poblenou verwandelte sich die Stadt drei Nächte lang in eine nächtliche Landschaft mit starkem filmischem Charakter.  

Licht verlor seine bloße ornamentale Funktion und wurde zum Instrument der Stadtinterpretation, das Fassaden, Plätze und Gebäude mit neuen Bedeutungsebenen versah. Die Installationen traten in einen Dialog mit der bestehenden Architektur und schufen immersive Erlebnisse, die Besucher dazu einluden, die Stadt aus einer anderen Perspektive zu entdecken.  

  

300.000 Besucher und eine konsolidierte Wirkung

Mit 300.000 Besuchern erreichte Llum BCN 2026 die Besucherzahlen der vorherigen Ausgabe und festigte seinen Erfolg nach Jahren kontinuierlichen Wachstums. Das Festival zog nicht nur ein lokales Publikum an, sondern stärkte auch Barcelonas internationales Profil als kreative und kulturelle Hauptstadt.  

Im Rahmen der Welthauptstadt der Architektur dehnte das Festival seine Präsenz auf alle Stadtteile aus, indem es Installationen in markanten Gebäuden und Räumen platzierte und so das Potenzial von Licht als Instrument zur urbanen Aktivierung aufzeigte.  

 

 

Licht als Werkzeug zur Gestaltung einer Stadt

Llum BCN wirft eine zentrale Frage auf: Wie wollen wir unsere Städte bewohnen? Durch temporäre Interventionen definiert Licht Nutzung, Wahrnehmung und Beziehungen im öffentlichen Raum neu und verwandelt den Alltag in ein Erlebnis.  

Bei BENITO URBAN unterstreicht die Teilnahme an Projekten wie AÜC unser Engagement für:  

  • Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Künstlern und Kreativen  
  • Kultur als treibende Kraft für die Stadt  
  • Die sensible Aktivierung des öffentlichen Raums  
  • Die Gestaltung menschlicherer und erlebnisorientierterer städtischer Umgebungen  

Llum BCN 2026 verabschiedet sich und hinterlässt eine Stadt, die für einige Nächte ihre Funktionalität vergaß und zu einer lebendigen Landschaft wurde. Eine Erinnerung an Aus diesem Licht entstehen auch Städte.  

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